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Fahrzeugsegnung Ebenried                                                             3.6.19

Von Josef Sturm

Ebenried (jsm 7565) Die Segnung des neuen Mittleren Löschfahrzeuges (MLF) der Freiwilligen Feuerwehr Ebenried war Höhepunkt des zweitägigen Sommerfestes der Feuerwehr und des Ebenrieder Schützenvereins.

Während am Samstagabend die Unterhaltung und Geselligkeit bei gutem Essen im Mittelpunkt stand, war der Sonntag geprägt vom ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Hermann Dinkel von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrvikar Michael Radtke von der katholischen Pfarrei. Nicht wegzudenken bei einem Fest in Ebenried ist der Posaunenchor, der den Gottesdienst feierlich mitgestaltete Die weitest angereisten Gäste zu den Feierlichkeiten waren die Ebenrieder aus Pöttmes in Schwaben. Sie gratulierten der Wehr zum neuen Fahrzeug und überreichten Geschenke. Eine langjährige freundschaftliche Verbindung halten beide Orte und das Miteinander ist geprägt von Sympathie und Empathie.

Wir sind dankbar und voller Freude zusammengekommen, um das neue Löschfahrzeug zu segnen und seiner Bestimmung zu übergeben, sagte Pfarrvikar Radtke. Es ist ein großer Segen, dass Menschen bereit sind, sich für den Schutz Anderer einzusetzen. Dazu gehört neben Mut und Selbstlosigkeit auch das entsprechende technische Gerät, betonte er. Heute wollen wir Gott dafür loben und danken und ihn um seinen Schutz und Segen bitten, hielten beide Geistliche fest. Gemeinsam wurde gebetet und gesungen, Fürbitten, das Glaubensbekenntnis und das Vater unser gesprochen.

In einer Zeit, wo es immer weniger gibt die bereit sind, ihre Freizeit im Einsatz für Andere zu opfern oder für andere da zu sein, ist das Engagement der Feuerwehr nach wie vor sehr lobenswert. Trotz aller Schwierigkeiten, die auch bei den Feuerwehren zu spüren sind, steht das Leitwort „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ immer noch ganz oben, betonte Pfarrer Dinkel in seiner Predigt. „Möge sie Gottes Segen auf ihren Einsätzen begleiten und es immer eine gute Rückkehr geben“, wünschte er zum Abschluss seiner Worte, ehe er zusammen mit Radtke das Fahrzeug segnete und es der Pfarrvikar mit Weihwasser besprengte.

Das Löschfahrzeug, in das die Marktgemeinde Allersberg rund 230000 Euro investierte, ist ein MLF mit fest eingebauter Pumpe und 1000 Liter Wasser an Bord. Es ist ausgerüstet mit vier 4 Atemschutzgeräten, einem ausfahrbaren Lichtmast mit LED-Scheinwerfern und es hat Platz für sechs Personen. Es ist komplett mit der neuesten Technik ausgerüstet und es kann auch mit der Ausrüstung zur Dekonterminationseinheit beladen werden, der die Ebenrieder Wehr im Landkreis angehört. Außerdem enthält es Sachen wie Stromgenerator oder Tauchpumpe, mit der überflutete Keller trockengelegt werden können und es verfügt über modernste Licht- und Signalanlagen, informierten Vorsitzender Stephan Kahr und Kommandant Michael Hofbeck nach dem Gottesdienst und der Segnung. Sie erinnerten weiter an das Bestellkonzept mit Jahrsdorf und Zell und berichteten, dass es mit Organisation und Ausschreibung drei Jahre dauerte bis zur Fertigstellung und Auslieferung des Fahrzeuges, das noch bestellt wurde vom ehemaligen Bürgermeister Bernhard Böckeler. Jetzt sind wir froh und glücklich, dass alles unter Dach und Fach ist, freuten sich die beiden Führungskräfte der Wehr, die unterstützt wurden von einem überaus rührigen Team das für beste Performance sorgte. Dank und großes Lob hatten Kahr und Hofbeck für alle die sich engagiert haben und engagieren parat. Mit Göggelsbuch und Ebenried die beide MLF haben, hat nun die Stützpunktwehr Allersberg zwei starke Partner an ihrer Seite, neben den weiteren Ortswehren Altenfelden, Brunnau, Lampersdorf und Birkach. Nach Übungen und Einweisung die derzeit auf Hochtouren laufen, geht das Fahrzeug in Betrieb, neben dem zur Feier vor dem Domizil der Wehr auch das alte Fahrzeug vom 21. August 1983 und die alte Druck- und Saugspritze aufgereiht waren.

Offiziell den Schlüssel für das neue MLF übergab Bürgermeister Daniel Horndasch bei der Feier. Er gratulierte der Ebenrieder Wehr zur Errungenschaft, in der Gewissheit, dass das MLF hier in sehr guten Händen ist. Der Dank des Bürgermeisters, wie auch der der beiden Führungskräfte, galt besonders auch den Frauen, die in Ebenried vieles leisten und im Hintergrund sehr engagiert tätig sind. Kreisbrandrat Werner Löchl verdeutlichte in seinem Glückwunsch, dass die Feuerwehren im Landkreis rund 2000 Einsätze absolvieren und dass es stets das ehrgeizige Ziel ist, innerhalb von zehn Minuten nach Alarmierung am Einsatzort zu sein, ehe in gemütlicher Runde das Ereignis weiter gefeiert wurde. (jstu)

Heilige Messen in der Pfarrei Allersberg

Samstag 17.30 Uhr (von November bis einschl. März 17.00 Uhr)

Gottesdienstzeiten in der Expositur Göggelsbuch

Samstag 19.00 oder Sonntag 9.00 im Wechsel mit Ebenried (von November bis einschl. März 18.30 Uhr)

Gottesdienstzeiten in Ebenried

Samstag 19.00 oder Sonntag 9.30 im Wechsel mit Göggelsbuch (von November bis einschl. März 18.30 Uhr)

Pfarrei Allersberg

Leiter:
Pfarrer Peter Wenzel
Hinterer Markt 24
90584  Allersberg