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Nachprimiz des Neupriesters Korbinian Müller in Allersberg                       20.5.19

Von Josef Sturm

Allersberg (jsm 7565) Die Nachprimiz des Neupriesters Korbinian Müller in Allersberg übertraf alle Erwartungen. Sein überaus herzlicher Empfang am Pfarrhaus, der große Kirchenzug über den Marktplatz, der wunderschöne Festgottesdienst in der proppenvollen Pfarrkirche mit weit über 600 Gläubigen und der anschließende Empfang im Kolpingsaal strahlten große Freude aus, und zeigten eindrucksvoll die Empathie und die große Wertschätzung für den Primizianten. Der große Festtag endete mit einer feierlichen Maiandacht, bei der Müller einer riesigen Schar an Gläubigen einzeln den Primizsegen erteilte, für dessen Spendung man ein paar Schuhsohlen durchläuft, wie es früher hieß. 

Bereits die Abholung des Neupriesters am festlich geschmückten Pfarrhaus mit der Allerheiligenkirche im Hintergrund war überaus beeindruckend. Die Sonne strahlte mit dem stets freudig strahlenden und musikbegeisterten Primizianten um die Wette, als ihn der Musikverein Allersberg unter Leitung von Diana Köstler mit einem Ständchen begrüßte. Er führte auch den großen Zug an mit den Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände, Bürgermeister Daniel Horndasch und seiner Frau Susanne, den Räten der Sebastiansbruderschaft, dem kirchlichen Dienst und der Geistlichkeit und der Familie Müller und begleitete den Einzug in die Pfarrkiche, wo Korbinian Müller mit großem Beifall von den Gläubigen empfangen wurde. Beeindruckend war der Festgottesdienst, den der Neupriester mit Dekan Matthäus Ottenwälder, Pfarrer Peter Wenzel, Ruhestandspfarrer Alfred Hausner, Pfarrvikar Michael Radtke und zwei Diakonen feierte und der eine besondere Note durch die Bläser des Musikvereins, den Projektchor unter Leitung von Tim Wisura, Kantor Rüdiger Habel und Organist Norbert Sponsel erhielt. Ein unvergessliches Bild bot sich den Gläubigen im festlich geschmückten Gotteshaus mit dem herrlichen Blumenteppich vor dem Volksaltar. „Das ist der Tag den Gott gemacht, der Freud in alle Welt gebracht“ sangen alle mit Inbrunst zur Eröffnung, ehe Pfarrer Peter Wenzel alle „mit ganz großer Freude, und besonders den Primizianten“ willkommen hieß, zwei Kinder ihm mit guten Wünschen eine Kerze überreichten und der Neupriester selbst allen zurief: „Wir stärken uns heute im Glauben“.

In seiner eindrucksvollen Predigt, die auf der Internetseite der Pfarrei Allersberg abgerufen werden kann, erinnerte Pfarrer Wenzel, das Müller, der 2002 zum ersten Mal in Allersberg war, damals wohl nicht gedacht hätte, dass diese Kirche einmal etwas Besonderes für ihn werden würde. Er bescheinigte seinem sechsten Praktikanten, dass er immer strahlt, auf Menschen zugehen kann, dass er viele Dienste übernommen und sich im Praktikum für nichts zu schade gewesen sei. Nur ein liebender Mensch kann sagen „ich bin bereit“ wie es Müller bei der Priesterweihe getan hat und nur ein Liebender kann dies verstehen, hielt er fest.  „Als Priester bist du zu einem Vater geworden, weil Priester in der Taufe neues Leben schaffen. Damit aber endet die Verantwortung und Erziehung nicht,“ hielt Wenzel an den Primizianten gerichtet fest. Viele Priester sind heute überfordert, resignieren, werden freudlos. Priester aber sollten Verkünder der Freude sein und vergnügt durchs Leben gehen. Gute Priester werden Schicksalsfrage unserer Kirche sein. Korbinian hat eine echt bayerische Frömmigkeit, betonte Wenzel, ehe er dem Neupriester zurief: „Bitte geh immer fröhlich durchs Leben. Wenn du ein Langweiler und Spießer wirst, dann schepperts. Mit der Feststellung: „Die Freude Priester zu sein wird nie enden, wenn du auf Christus schaust,“ beendete er seine treffende und aussagekräftige Predigt.

„Ohne dich hätte uns etwas gefehlt“, betonten die Ministranten die ihre guten Wünsche an den Neupriester mit Schokolade versüßten. „Die große Schar an Gläubigen zeigt die Wertschätzung, du hast viele Spuren in der Pfarrei hinterlassen, für alles herzlichen Dank“ sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender  Matthias Frisch und überreichte im Namen der Pfarrgemeinde dem großen Verehrer der Mutter Gottes ein Bild der Mutter Maria, das den Allersberger Hochaltar ziert. Bürgermeister Horndasch hielt in seinem Glückwunsch fest, „Lieber Korbinian, du hast dich für Nächsten- und Gottesliebe entschieden und wirst nun Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen und Handwerker der Nächstenliebe sein. Wir sind stolz und dankbar, dass wir einen wichtigen Abschnitt deines Lebens mitgehen durften. Du hast dich voll eingebracht und viele Erfahrungen gesammelt und wir hoffen, dass die Verbundenheit bleibt.“

Vergelts Gott sagte Korbinian Müller allen Mitarbeitern und Pfarrer Wenzel für alle Möglichkeiten, Vertrauen und das Miteinander. Ich war sehr gerne euer Praktikant, bin zu einem Freund, Gesprächspartner, Teilhaber an eurem Leben geworden, rief er den Gläubigen des Pfarrverbandes zu, ehe er zum Abschluss des Festgottesdienst allen seinen Primizsegen erteilte und durch das Spalier der Ministranten zum Empfang im Kolpinghaus zog. Mit Liedern vom Chor Cantico und großen Beifall wurde er dort begrüßt, ehe er nach einem Gedicht von Pfarrsekretärin Petra Schmidt-Lerzer die von Markus Albust gebackene Primiztorte anschneiden durfte. Viele Hände musste der Neupriester schütteln und Gratulationen entgegen nehmen. Mit einem Hexenschal und einem Bild gratulierten ihm das Faschingskomitee mit Präsident Alexander Böck und drei Flecklashexen. Mit einer feierlichen Maiandacht mit Predigt durch den Primizianten und der Spendung des Einzel-Primizsegens endete der große Festtag in Allersberg.             Josef Sturm (jstu)

Heilige Messen in der Pfarrei Allersberg

Samstag 17.30 Uhr (von November bis einschl. März 17.00 Uhr)

Gottesdienstzeiten in der Expositur Göggelsbuch

Samstag 19.00 oder Sonntag 9.00 im Wechsel mit Ebenried (von November bis einschl. März 18.30 Uhr)

Gottesdienstzeiten in Ebenried

Samstag 19.00 oder Sonntag 9.30 im Wechsel mit Göggelsbuch (von November bis einschl. März 18.30 Uhr)

Pfarrei Allersberg

Leiter:
Pfarrer Peter Wenzel
Hinterer Markt 24
90584  Allersberg